Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Lucas Hararis Comicband «Der Magnet» zelebriert Peter Zumthors Therme in Vals als architektonische Protagonistin in einem mysteriösen Thriller. Die Graphic Novel belegt: Architektur und Comics leben beide vom visionären Entwurf in der grafischen Raumgestaltung. Nina Mavis Brunner moderiert die Sendung.

Lucas Harari – Wie imposante Architektur einen Comic beseelt
Als Kind war er zum ersten und einzigen Mal in der weltbekannten Therme Vals zu Besuch – und sie liess ihn nicht mehr los. Sein Architekturstudium hat der 28-jährige Pariser Autor und Zeichner Lucas Harari zwar abgebrochen, doch seine Bewunderung für die einzigartige Therme drückt er jetzt mit einer Graphic Novel aus. «Der Magnet» ist ein detailreicher Krimi und gleichzeitig eine Hommage an den magischen Bau des Stararchitekten Peter Zumthor. «Kulturplatz» führt den Zeichner zurück an den Ort, der für ihn die Essenz der visionären Raumgestaltung verkörpert.

Peter Zumthor – Über die Magie der zeichnerischen Vision
Der Schweizer Architekt Peter Zumthor ist berühmt für seine einzigartig kompromisslosen Bauten. Bei deren Entwicklung versteht sich Zumthor als Autor, als Künstlerarchitekt. So entsteht jedes Gebäude zuerst als freie Zeichnung, als quasi fantastische Skizze. Für die Realisierung muss der visionäre Bündner Architekt dann auf sehr erprobte Handwerker vertrauen. Diese haben über die Jahre gelernt, auch das unmöglich scheinende möglich zu machen. «Kulturplatz» über die Magie des Bündner Baumeisters – und die geforderten Handwerker, die seine kühnen Entwürfe in die Tat umsetzen.

Grafische Utopien – Wie Comic und Architektur Lebensraum schaffen
Graphic Novel wie Architektur entwerfen Räume, um Geschichten und Menschen einen Lebensraum zu geben. Die Architektur schöpft aus der gestalterischen Freiheit der Graphic Novel, um Gebäuden eine fantastische Dimension zu verleihen. Der Comic bedient sich der Architektur, um sich in Zeit und Raum zu verankern. Die beiden Disziplinen befruchten sich gegenseitig. Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede? «Kulturplatz» sondiert beim Experten Cuno Affolter, der in Lausanne die zweitgrösste Comicsammlung Europas betreut.